[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"Article","@id":"https:\/\/www.fabido.at\/digitale-wahlen\/#Article","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.fabido.at\/digitale-wahlen\/","headline":"Digitale Wahlen","name":"Digitale Wahlen","description":"Meiner Meinung nach ist es absolut w\u00fcnschenswert, die staatliche Verwaltung effizienter zu gestalten, zu modernisieren und ihre Kosten zu senken. 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Wohl jeder hat sich schon einmal in einer Situation befunden, in der er dringend etwas bei einer Beh\u00f6rde erledigen musste und sich nur wundern konnte, wie kompliziert und zeitaufwendig das ist \u2013 und wenn er zudem Pech hatte und an den falschen Beamten geriet, wie dem\u00fctigend es ist, ihm ausgeliefert zu sein.Die Einf\u00fchrung von E-Government-Elementen, die M\u00f6glichkeit, die Steuererkl\u00e4rung elektronisch \u00fcber das Internet einzureichen, auf diese Weise Kindergeld zu beantragen oder was auch immer, w\u00fcrde sicherlich vielen Menschen gefallen; au\u00dferdem w\u00fcrde dadurch die Notwendigkeit entfallen, mit einem Beamten zu verhandeln, der ebenfalls fehlbar, dumm oder b\u00f6swillig ist und es einem ordentlich schwer machen kann. Ich habe ein Sprichwort: Kein Mensch ist intellektuell oder moralisch so weit, dass er \u00fcber einen anderen Menschen gegen dessen Willen entscheiden k\u00f6nnte. Aus dieser Sicht sind der Staat und jede Regierung immer nur ein notwendiges \u00dcbel; daher ist es meiner Meinung nach sehr w\u00fcnschenswert, den menschlichen Faktor, der nur allzu leicht korrumpierbar ist, so weit wie m\u00f6glich aus dem Entscheidungsprozess \u00fcber konkrete Menschen und ihre Bed\u00fcrfnisse auszuschlie\u00dfen \u2013 wir alle kennen diese Spr\u00fcche \u00fcber den Trottel, der ein Amt bekommen hat.Und hier kommen wir zu den Vorschl\u00e4gen zur Digitalisierung von Wahlen; auf den ersten Blick scheint das eine gute Idee zu sein. Die Notwendigkeit, Stimmzettel herzustellen und zu verteilen, w\u00fcrde entfallen, es m\u00fcssten keine Wahlkommissionen organisiert werden, niemand m\u00fcsste sich von zu Hause zur Wahl schleppen, und es w\u00e4re definitiv viel kosteng\u00fcnstiger. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Umsetzung dieser Idee viel komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. An erster Stelle stehen Sicherheitsprobleme; bis heute ist es nicht gelungen, absolut zuverl\u00e4ssig sicherzustellen, dass das Wahlsystem nicht von Hackern angegriffen werden kann. Dieses Problem zeigte sich sehr deutlich in der Schweiz, wo die Einf\u00fchrung von Online-Wahlen ganz konkret in Erw\u00e4gung gezogen wird. Nach Kritik gerade an der Sicherheit des gesamten Systems und nachdem es einer Gruppe angeheuerter Hacker gelungen war, trotz aller von der Regierung auferlegten Einschr\u00e4nkungen in das System einzudringen und es zu manipulieren, entstand in der Schweiz jedoch quer durch das politische Spektrum eine Initiative, die ein verfassungsm\u00e4\u00dfiges Verbot elektronischer Wahlen fordert.Und so bleibt Estland vorerst das einzige europ\u00e4ische Land, in dem man \u00fcber das Internet w\u00e4hlen kann. Obwohl es bisher katastrophale Ausf\u00e4lle vermeiden konnte, ist das urspr\u00fcngliche Ziel des gesamten Projekts, n\u00e4mlich die Steigerung der Wahlbeteiligung, bislang nicht erreicht worden.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                "},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Digitale Wahlen","item":"https:\/\/www.fabido.at\/digitale-wahlen\/#breadcrumbitem"}]}]